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Rezension: Handbuch Universalcode

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Das Fazit vorweg: Mit dem Band „Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter“ ist den Journalisten und Herausgebern Christian Jakubetz, Ulrike Langer und Ralf Hohlfeld ein umfassendes und gut lesbares Handbuch zum Thema gelungen. Es gehört zu den besten Büchern, die es dazu derzeit auf dem deutschen Buchmarkt gibt.

Wer sich für crossmediales Arbeiten interessiert, für multimediales Geschichtenerzählen, für Mobile Reporting und für den Wandel des Berufsbilds Journalist im Internetzeitalter – um nur ein paar Themen zu nennen -, kommt an „Universalcode“ nicht vorbei.

Auf der Buchrückseite steht, dass hier nicht nur bekannte Journalisten und Praktiker, sondern auch „Vordenker des digitalen Wandels“ schreiben. Das ist ein wenig irreführend, denn wirklich revolutionäre Ideen finden sich in diesem Handbuch nicht. Dagegen fassen die Autoren in den jeweiligen Kapiteln gut den gegenwärtigen Diskussions- und Erkenntnisstand ihrer Bereiche zusammen – und geben sehr viele Praxistipps. Darin liegt die Stärke von „Universalcode“: Beim Lesen möchte man sofort loslegen, den Links folgen, ausprobieren.

Die Leser merken den Texten an, dass hier Praktiker geschrieben haben, die sich gut mit ihren Themen auskennen, die Freude an ihrer Arbeit haben und dies auch vermitteln können. Zu den Autoren gehören:

• Stefan Plöchinger, Chefredakteur von sueddeutsche.de (Kapitel „Blattmachen im Netz“)

• Marcus Bösch, Deutsche Welle u.a. (Kapitel „Mobile Reporting“)

• Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de (Kapitel „Journalisten müssen lernen zu telefonieren – Das Internet als Dialogmedium“)

• Marcus Lindemann, Filmemacher und Produzent (Kapitel „Der Anfang von allem: Recherche“)

Ein bisschen ärgerlich ist das Glossar: Muss man der Zielgruppe heute wirklich noch erklären, was eine „App“ ist, ein „Blog“, eine „Blende“ oder ein „Jpeg“? Da haben die Autoren ihre Leser unterschätzt.

Trotzdem: Das Handbuch ist sehr empfehlenswert. Zumal eine wesentliche Aussage von „Universalcode“ ist: Es macht auch – oder gerade – im digitalen Zeitalter Freude, Journalist zu sein. Die Anforderungen sind zwar komplexer geworden, die Möglichkeiten und journalistischen Ausdrucksformen dafür aber auch umfangreicher. Das an sich ist schon eine gute Nachricht, die es wert ist, in Erinnerung gerufen zu werden.

Links:

Blick ins Buch

Buch „Universalcode“ bestellen (Blog von Christian Jakubetz)

Das Portal zum Buch

Bedeutungen des Begriffs „Universalcode“ (Wikipedia, engl.)