Schlagwörter: überschrift

Reihe: Schöne Schlagzeilen I

Schlagzeile vom Männer-Modehaus Anson’s "Männer Schluss Verkauf"

Was für ein Ausblick auf das Jahr 2014: endlich „Männerschlussverkauf“!

Das dürfte die Kolleginnen bei der Brigitte ebenso erfreuen wie die bei Emma. Aber was machen die Redakteure von GQ? Und von Gala Men? Vielleicht einfach lächeln und sich schon mal einen einschenken?

Allen Kolleginnen und Kollegen, meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich Happy New Year und einen grandiosen Start ins Neue Jahr, viel Gesundheit und Glück! Folgen Sie mir weiterhin: hier und auf Twitter.

Mit Dank, Bernhard Lill

Manchmal ist es lustig, wenn dem Hamburger Abendblatt keine Titelzeilen gelingen!

Ja, es ist schon nicht leicht, mit den Deutschen warm zu werden. Kühl sind sie. Direkt bis zur Unhöflichkeit. Und wer Wagners Musik hört, verspürt den unwiderstehlichen Drang, wie Woody Allen einmal gesagt hat, in Polen einzumarschieren.

Doch gibt es immer wieder Menschen, die sich trotzdem der deutschen Lebensweise und Kultur öffnen. Die ehemalige US-Generalkonsulin in Hamburg, Inmi Patterson, gehört dazu. Leicht gefallen ist es ihr aber nicht – wenn man der Unterzeile des Hamburger Abendblatt glauben mag:

Das Hamburger Abendblatt hat eine tendenz zu schlechten Titelzeilen.

Die deutsche Kultur und die Deutschen hat Frau Patterson sehr geschätzt – schweren Herzens. Ja, die Deutschen machen es einem nicht einfach, sie zu mögen.

Danke, Frau Patterson, dass Sie sich so bemüht und drei  Jahre in der Hansestadt ausgehalten haben. Da drängen sich mir schnell noch zwei Fragen auf: Mussten Sie eigentlich auch Labskaus runterwürgen? Und war der Job in Deutschland für Sie schwieriger, als für Ihren Mann, der US-Botschafter in Turkmenistan ist?

Danke auch an das Hamburger Abendblatt, das mir durch den völlig vermurksten Satzbau in der Unterzeile einen Pruster am Frühstückstisch und diesen Blog-Beitrag beschert hat.

Die unglaublichen Überschriften der Münsterschen Zeitung

Bundesweit erregte die Münstersche Zeitung im Jahr 2007 Aufmerksamkeit: Damals tauschte der Verlag die gesamte Lokalredaktion gegen neue Mitarbeiter aus. „Man traue der alten Mannschaft nicht mehr zu, den Erfordernissen der Zukunft gerecht werden zu können“, schrieb Spiegel Online in einem Artikel dazu. Darin bezieht sich das Nachrichtenportal auch auf eine Pressemeldung des Verlags: „Im Kern sei es bei der Umstrukturierung außerdem nicht um Einsparungen, sondern um die Steigerung der Qualität gegangen.“

Zumindest was die Überschriften angeht, hat sich seitdem die Qualität des Blattes offensichtlich nicht verbessert. Die Schlagzeilen lesen sich bisweilen recht absonderlich:

Und das ist kein Einzelfall. Schon vor ein paar Jahren konnten sich Leser über folgende Überschrift wundern:

Auch die nächste Headline – eine grandiose Text-Bild-Schere – ist im Zusammenspiel mit dem Foto ausgezeichnetes Material für den Hohlspiegel:

Mehr Kurioses aus den Medien gibt’s demnächst in diesem Blog in der Rubrik „Hall of Shame“.