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Manchmal ist es lustig, wenn dem Hamburger Abendblatt keine Titelzeilen gelingen!

Ja, es ist schon nicht leicht, mit den Deutschen warm zu werden. Kühl sind sie. Direkt bis zur Unhöflichkeit. Und wer Wagners Musik hört, verspürt den unwiderstehlichen Drang, wie Woody Allen einmal gesagt hat, in Polen einzumarschieren.

Doch gibt es immer wieder Menschen, die sich trotzdem der deutschen Lebensweise und Kultur öffnen. Die ehemalige US-Generalkonsulin in Hamburg, Inmi Patterson, gehört dazu. Leicht gefallen ist es ihr aber nicht – wenn man der Unterzeile des Hamburger Abendblatt glauben mag:

Das Hamburger Abendblatt hat eine tendenz zu schlechten Titelzeilen.

Die deutsche Kultur und die Deutschen hat Frau Patterson sehr geschätzt – schweren Herzens. Ja, die Deutschen machen es einem nicht einfach, sie zu mögen.

Danke, Frau Patterson, dass Sie sich so bemüht und drei  Jahre in der Hansestadt ausgehalten haben. Da drängen sich mir schnell noch zwei Fragen auf: Mussten Sie eigentlich auch Labskaus runterwürgen? Und war der Job in Deutschland für Sie schwieriger, als für Ihren Mann, der US-Botschafter in Turkmenistan ist?

Danke auch an das Hamburger Abendblatt, das mir durch den völlig vermurksten Satzbau in der Unterzeile einen Pruster am Frühstückstisch und diesen Blog-Beitrag beschert hat.

Wenn die ältere Thalbach den jüngeren Fritz spielt

Vor ein paar Tagen bescherte uns das Hamburger Abendblatt eine ungewollt lustige Bildunterschrift:

Wenn Katharina Thalbach laut BU den jungen Friedrich den Großen spielt, wem hat man dann die Rolle des alten Fritz übertragen? Zsa Zsa Gabor?

Im Lauftext steht dann aber die Auflösung, es handelt sich um eine Verwechslung in der Bildunterschrift: Tatsächlich spielt die Tochter, Anna Thalbach, den jungen Friedrich und Mama Katharina den alten.

Liebes Abendblatt, danke für diese hübsche Text-Bild-Schere!

P.S. In der Online-Fassung der Bildunterschrift hat das Abendblatt diesen Fehler vermieden. Dafür hapert’s dort mit der Orthografie: ‚Katharina Thalbach in „Friedrich – Ein deutscher Konig“‚, steht online. Lieber Herr Döpfner, gibt’s denn im ganzen Springer-Konzern kein Geld mehr für einen Schlussredakteur? Und wenn doch, dann spendieren Sie bitte dem Abendblatt einen. Das wünsche ich mir – als Abonnent.